Meine Zeit in Toronto

Erfahrungsbericht von Melanie TorstenOntario

Die aufregendste und schönste Zeit meines bisherigen Lebens verbrachte ich in diesem Jahr 3 Monate lang im 2.-größten Land der Welt – in Kanada!

Ich habe in Newmarket, einem Vorort von Toronto, bei einer griechischen Familie gewohnt. Für mich als Einzelkind war es schon etwas anderes mit 2 Gastgeschwistern zusammen zu leben, doch bei den wöchentlichen Familientreffen mit Tanten, Onkels und Großeltern lernte ich schnell die typisch kanadische Herzlichkeit kennen.

Auch in der Schule fand ich schnell Anschluss durch die offene und freundliche Art der Kanadier. Trotzdem war es dort ganz anders als in Deutschland. Meine High School war viel größer und auch der Unterricht verlief anders als gewohnt. Alles begann mit der Auswahl meiner Fächer, welche ich dann täglich 75 Minuten lang haben sollte. Diese waren: English, Dance, Lunch, Environmental Science und Canadian History.

Vieles war am Anfang eine Sache der Eingewöhnung wie zum Beispiel das tägliche Spielen der kanadischen Nationalhymne zu Beginn jedes Schultages. Mein Lieblingsfach war Tanzen, was auch zuhause schon mein Hobby war. Hier lernte ich schnell die meisten meiner Freunde kennen und bei unseren zahlreichen Auftritten auch viele andere Leute.

Da meine Austauschzeit im zweiten Schulhalbjahr begann, verbrachte ich die Osterzeit mit meiner neuen zweiten Familie, wobei ich sie an Traditionen aus meinem Heimatland teilhaben ließ. So haben meine kleine Gastnichte und ich einige Eier mit deutschen Ostereierfarben gefärbt, die dann von meiner Gastmutter im Garten versteckt wurden. Den Ostersonntag verbrachte die ganze Familie bei Verwandten und es gab, so wie in Kanada typisch, ein richtiges Festessen bestehend aus Truthahn und vielen griechischen Gerichten.

Anfang Mai machte meine Gastschwester zusammen mit ihrer Tochter und mir einen Ausflug zu den Niagarafällen, was ein beeindruckendes Erlebnis für mich war.

In einem Zitat von Augustinus von Hippo heißt es: „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon“. Ich bin froh, dass ich so mutig war, den Schritt ins unbekannte Land gewagt zu haben und somit allen beängstigten Freunden und Verwandten erzählen konnte, dass Kanada nicht nur aus unendlichen Wäldern, Bären und Eiseskälte besteht.

 

Meine Gastfamilie und Verwandte

Meine Gastfamilie und Verwandte

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