Kanada – Abenteuer Natur mit Wohlfühleffekt

Erfahrungsbericht von Ilka EssigNew Brunswick

Der 8. November 2016 war der Tag, an dem mein Abenteuer in Kanada endlich begann. Einerseits war da diese unglaubliche Vorfreude auf die anstehenden 8 Monate, andererseits bedeutete das, meine Familie und Freunde in Deutschland zurückzulassen. Nach einem langen Flug wurde ich in Moncton, New Brunswick, herzlich von meiner Gastfamilie und einer Koordinatorin empfangen.

Meine Gasteltern und Downtown Moncton

Meine Gasteltern und Downtown Moncton

Caissie, Abbie und Luke

Caissie, Abbie und Luke

Schon am darauffolgenden Tag musste ich zur Schule. Die Moncton High School ist wahnsinnig beeindruckend mit ihren 1.300 Schülern und dem wunderschönen, nagelneuen Gebäude mitten im Wald. Meine Schule war sehr gut ausgestattet. Es gab zwei Sporthallen, ein Football-Feld, ein Soccer-Feld, mehrere Computerräume, eine große Cafeteria, eine Bühne, tolle Naturwissenschaftsräume, aber mein absolutes Highlight war der Musikraum.

Alte und neue Moncton High School

Alte und neue Moncton High School

High School ist nicht vergleichbar mit dem Gymnasium hier in Deutschland. Ich hatte nur 5 Fächer am Tag! Diese durfte ich mir aus einem Fächerkatalog von ca. 70 unterschiedlichen Kursen auswählen. Für das erste Semester fiel meine Wahl auf Mathe, Französisch, Musik, „Outdoor Pursuits“ und Psychologie. Ich kann „Outdoor Pursuits“ allen, die abenteuerlustig und gerne draußen sind nur empfehlen (Dazu später mehr …).

Im zweiten Semester belegte ich zwei weitere Mathe Kurse, Französisch, Business und Architektur. Mit meiner Wahl war ich absolut zufrieden und würde auch im Nachhinein nichts daran ändern! Besonders ist, dass die High School gegen 9 Uhr beginnt und gegen 16 Uhr endet. Dieser Stundenplan war wirklich klasse, denn ich hatte abends noch viel Zeit um Dinge zu unternehmen. Beispielweise ins Kino, Shoppen, Gassi gehen, zur Trampolinhalle, und vieles mehr!

Tag im Schnee mit den Austauschschülern

Tag im Schnee mit den Austauschschülern

Eines meiner absoluten Highlights während meiner Zeit in Kanada war der viele Schnee. Ich war gerne draußen und trotzte der Kälte. Mit Freunden war ich mehrmals Schlittschuhlaufen, Schlittenfahren, Schneeschuhlaufen und lernte Skifahren. Außerdem war ich mit meiner Gastfamilie Reifenschlittenfahren – „Tubing“. Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht!

Mein erster Roadtrip führte uns nach Fredericton, die Hauptstadt von New Brunswick. Wir besuchten das Parlament, die Universität und ein Museum. Den Tag ließen wir bei typisch kanadischem Essen ausklingen.

Nun standen die Weihnachtsferien vor der Tür und Moncton verwandelte sich in ein „Winterwonderland“. Überall schmückte funkelnde Weihnachtsdeko die Häuser und Straßen. Einfach magisch!

Wintereindrücke

Wintereindrücke

 

Über Weihnachten selbst waren wir die Großeltern besuchen und auch Silvester verbrachten wir in einem familiären Kreis bei leckerem Essen. Der absolute Wahnsinn war ein kleiner Roadtrip zum Meer. Wir durften die gefrorenen Wellen vorsichtig betreten und schossen klasse Bilder!

Doch nicht nur der Winter hatte einiges zu bieten. Auch der Frühling war einfach wunderschön! Die kanadische Natur ist wirklich atemberaubend. Ich liebe die vielen Flüsse und Seen, die Wälder und die Nähe zum Atlantik. Einer unserer Ausflüge führte uns nach Halifax, wo wir ein ganzes Wochenende verbrachten. Die Stadt ist definitiv sehenswert und hat einen tollen Bauernmarkt direkt am Hafen.

Halifax

Halifax

Außerdem überraschte unser Gastvater uns mit einem Trip nach Québec-City in der „March Break“. Die Stadt hat eine wunderschöne Altstadt, die einen starken europäischen Charakter besitzt. Wirklich beeindruckend war auch das riesengroße Einkaufszentrum („Galéries de la Capitale“). Im Inneren befinden sich Achterbahnen, Karussells, eine Kletterwand, tolle Stores, eine Eisfläche, …

Québec-City

Québec-City

Mit meiner Gastfamilie verbrachte ich außerdem viele tolle Familienabende mit viel Spaß und Humor. Bei uns gab es immer was zum Lachen! Ich habe mich auf Anhieb wohl gefühlt und auch die beiden Hunde Cassie und Abbie und die Katze Luke trugen ihren Teil zum Familienleben bei.

Und schon stand das nächste große Event vor der Tür: Ostern! Auch dieses Fest verbrachten wir in Grand Falls bei den Großeltern. Typisch kanadisch veranstalteten unsere Gasteltern einen „Easterhunt“. Wir dursuchten das ganze Haus nach kleinen bunten Ostereiern und Osterhasen. Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht! Ziemlich mutig musste ich dann beim Abendessen sein, denn auf dem Speiseplan standen unter anderem Froschschenkel. Es kostete mich einiges an Überwindung die Schenkel zu probieren, war aber überrascht vom Geschmack, den man sich wie Hühnchen vorstellen kann.

Die einzigartige Natur

Die einzigartige Natur

Weg von den Froschschenkeln, zurück zu „Outdoor Pursuits“, meinem Lieblingsfach in Kanada. Im Mai hatte ich das Privileg mit auf einen Campingtrip zu fahren. Unsere Gruppe machte sich auf zu den „Kennedy Lakes“, welche sich in der Mitte von New Brunswick befinden. Schon im Bus war die Stimmung spitze und wir konnten es kaum erwarten endlich anzukommen. Zwei Stunden später war es dann soweit. Wir beluden wir die Kanus und paddelten los Richtung Campingplatz. Der Wellengang war ziemlich stark weshalb wir völlig erschöpft am Seeufer ankamen. Doch der Ausblick war fantastisch! Die Abende verbrachten wir am Lagerfeuer, wir sangen und spielten oder unternahmen spontane Kanutouren durch die Nacht. Tagsüber waren wir Fischen, Baden, haben über dem Lagerfeuer gekocht, … Ich bin so froh dabei gewesen zu sein und blicke auf ein wunderschönes und spannendes Ereignis zurück.

Aber auch der normale kanadische Schulalltag gleicht dem Deutschen keines Wegs. Die Schultage werden durch Mottotage, Konzerte, Theateraufführungen, Assemblies (Versammlungen) und Sportveranstaltungen versüßt.

Dragonboat-Festival

Dragonboat-Festival

Beeindruckend fand ich auch das „Dragonboat-Festival“ im Juni. Ich war Teil eines tollen Teams. Wir alle waren total bunt und verrückt angezogen und auch unsere Boote sahen klasse aus! Für alle von euch, die mit dem Festival nichts anfangen können, es geht darum gegen andere Teams zu Rudern und natürlich schnellstmöglich die Ziellinie zu überschreiten. Wir haben zwar nicht gewonnen hatten aber trotzdem unglaublich viel Spaß bei strahlendem Sonnenschein.

Prince Edward Island

Prince Edward Island

Ebenfalls im Juni durfte ich mit den internationalen Schülern auf einen Ausflug nach „Prince Edward Island“ (PEI) fahren. Die Insel ist sehr idyllisch und erinnert sehr an meine Region hier in Deutschland. Wir machten Halt an wunderschönen, roten Sandstränden und in der Hauptstadt Charlottetown. Ausklingen ließen wir den Tag im Restaurant „Fisherman’s Wharf” bei einem 60ft „All-You-Can-Eat“ Salat-Buffet.

Meine Schwester kam mich besuchen

Meine Schwester kam mich besuchen

Ende Juni war es dann endlich soweit. Meine Schwester besuchte mich für drei Wochen! Meine Wiedersehensfreude war unbeschreiblich. Ich hatte meine kleine Schwester doch ganz schön vermisst. Zusammen verbrachten wir nun also meine letzten drei Wochen in Kanada. Das war natürlich aufregend. Endlich konnte ich meine erlebte Zeit mit Jemandem von Zuhause teilen. Gemeinsam besuchten wir Monctons Kletterwald „TreeGO“, waren natürlich Shoppen und kanadisch Essen und flogen für eine Woche nach Toronto. Diese Zeit war definitiv eine meiner besten.

Toronto

Toronto

So weit weg von Zuhause, aber gleichzeitig doch so nah. Schon in weniger als eine Woche war unser Rückflug geplant. Abschiede fallen mir unglaublich schwer, deswegen war diese Zeit auch mit die Schlimmste.

Niagara-Fälle

Niagara-Fälle

Doch ein letztes Highlight stand noch auf dem Programm: Prom! Und der war wirklich klasse. Der ganze Abend war wirklich toll und abwechslungsreich organisiert. Begonnen wurde der Event mit einem Fotoshooting im Park. Alle trugen wunderschöne Roben und die Jungs natürlich Anzüge. Auch mit dem Wetter hatten wir Glück. Anschließend machten wir uns in einer kleinen Gruppe auf zur Schule, wo wir über den roten Teppich zum Saal geleitet wurden. Ein atemberaubender Anblick erwartete uns dort, denn das Motto in diesem Jahr war „Wonderland“. Die Stimmung war ausgelassen. Es wurde viel getanzt und gelacht und die Verpflegung war ebenfalls top. Nach dem offiziellen Teil tauschten wir die Ballkleider gegen Jogginghosen und begaben uns auf eine Entdeckungstour durch die Schule. Dort trafen wir auf viele verschiedene Angebote, wie zum Beispiel Karaoke, Lasertag, eine Hypnoseshow, einen Escaperoom, eine Icecream- und Candy-Bar, eine Farbschlacht, und vieles, vieles mehr!

Prom und Safe Grad

Prom und Safe Grad

Mein letzter Schultag endete wundervoll. Durch den Prom hatte ich die Gelegenheit Tschüss zu sagen in ausgelassener Atmosphäre und ohne viele Tränen. Die gab es dann aber natürlich trotzdem zwei Tage später am Flughafen. Meine Gastfamilie und die besten Freunde hatten sich versammelt, um meine Schwester und mich zu verabschieden. Die letzten Abschiedsgeschenke wurden ausgetauscht und Umarmungen verteilt. Kurze Zeit später befanden wir uns schon über den Wolken und sahen Moncton unter uns immer kleiner werden, bis die Stadt schließlich nicht mehr zu sehen war.

Ich blicke zurück auf eine tolle Zeit voller Höhen und Tiefen, gespickt mit einzigartigen Erlebnissen. Erfahrungen, von denen ich mein Leben lang profitieren werde und Freunde, die an meiner Seite sein werden, egal was kommt.

Außerdem möchte ich meinen herzlichsten Dank an das gesamte isec-Team aussprechen, welches mir während dieser Zeit voller Tat und Rat zu Seite gestanden und mir geduldig die vielen Fragen beantwortet hat.

 

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